Der größte Vermögensverwalter der Wall Street besitzt nun eine öffentliche Bitcoin-Wallet

18.04.2026, 17:00 Uhr Märkte 0

Arkham Intelligence hat die Wallets auf der Blockchain identifiziert, die hinter dem neuen Spot Bitcoin (BTC) ETF von Morgan Stanley stehen. Die BTC-Bestände der Bank sind jetzt fast in Echtzeit öffentlich nachvollziehbar.

Der Morgan Stanley Bitcoin Trust (MSBT) wird seit dem 8. April auf NYSE Arca gehandelt. Es ist der erste Spot Bitcoin ETF, der von einer großen US-Bank ausgegeben wurde.

Arkham: MSBT-Bestände sind nun sichtbar

Das Blockchain-Analyse-Team von Arkham hat die Custody-Wallets von MSBT mit hoher Genauigkeit identifiziert und dann bestätigt. Nutzer können nun Zuflüsse und Abflüsse von BTC beobachten, sobald diese auf der Blockchain abgerechnet werden.

Allerdings arbeitet die traditionelle Finanzbranche mit einem T+1-Abwicklungszyklus. Die Bestätigungen auf der Blockchain sind daher erst einen Tag nach den Zuteilungsentscheidungen sichtbar. Diese strukturelle Verzögerung bedeutet, dass die Wallet-Daten immer die Bewegungen vom Vortag zeigen, nicht von heute.

Seit dem Start hat MSBT ungefähr 102,79 Millionen USD in BTC gekauft. Die Bestände auf der Blockchain liegen bei etwa 1.348 BTC.

Morgan Stanley (MSBT) Bitcoin-Bestände
Morgan Stanley (MSBT) Bitcoin-Bestände. Quelle: Arkham

Eric Balchunas, ETF-Analyst bei Bloomberg, sieht den Start von MSBT in den oberen 1% aller ETF-Einführungen der letzten zwölf Monate.

Niedrige Gebühren: Angriff auf BlackRocks Führung

MSBT verlangt eine jährliche Gebühr von 0,14%, die niedrigste unter den US-Spot-Bitcoin-ETFs. Der iShares Bitcoin Trust (IBIT) von BlackRock berechnet 0,25% und führt den Markt mit etwa 57 Milliarden USD an verwalteten Vermögenswerten an.

Die Vermögensverwaltungssparte von Morgan Stanley beschäftigt rund 16.000 Berater, die 9,3 Billionen USD Kundengelder betreuen. Schon eine kleine Umschichtung in Richtung MSBT könnte daher mit der Zeit zu massiven Zuflüssen führen.

Coinbase und BNY Mellon sind die digitalen Asset-Verwahrer des Fonds. Laut Berichten bereiten Goldman Sachs und Charles Schwab eigene Krypto-Produkte vor, was auf weiter fallende Gebühren schließen lässt.