04.05.2026, 5:33 Uhr

US-amerikanische Privatvermögen erreichen Rekordwert: 6,7-faches BIP, Vermögensungleichheit wächst

Der Gesamtwert der privaten Finanzvermögenswerte in den USA liegt jetzt beim 6,7-fachen des Bruttoinlandsprodukts der USA, das ist ein neuer Rekord.

Das Verhältnis vergleicht den kombinierten Wert von Aktien, Anleihen, Einlagen und anderen Finanzinstrumenten, die nicht vom Staat gehalten werden, mit dem jährlichen BIP. Es übertrifft den bisherigen Höchstwert von dem 6,3-Fachen im Jahr 2021.

Die Kluft zwischen Wall Street und Main Street erreicht einen Rekord

Nach Angaben des Kobeissi Letter hat sich dieses Verhältnis seit den 1970er Jahren mehr als verdoppelt. Wenn die Vermögenswerte schneller steigen als die Löhne, profitieren vor allem Investoren, die Kapital besitzen.

Ein Verhältnis von 6,7 zeigt, dass der Privatsektor fast 7 USD an Finanzinstrumenten für jeden US-Dollar an Wirtschaftsleistung hält.

„Wenn Finanzvermögenswerte stärker wachsen als die reale Wirtschaft, werden die Vermögenden noch reicher und Arbeitnehmer bleiben zurück“, schrieben die Analysten. „So groß war die Vermögenslücke noch nie“.

US-amerikanische private Finanzvermögenswerte im Verhältnis zum BIP.
US-amerikanische private Finanzvermögenswerte im Verhältnis zum BIP. Quelle: X/The Kobeissi Letter

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Vermögende Investoren setzen verstärkt auf Aktien

Zur gleichen Zeit zeigt die Positionierung von Portfolios bei wohlhabenden Menschen weiterhin eine klare Ausrichtung auf risikoreiche Vermögenswerte. Der Kobeissi Letter berichtet, dass der Aktienanteil in den Portfolios auf 65% gestiegen ist, das ist der höchste Wert seit Dezember 2021.

Das bedeutet einen Anstieg um 7 Punkte seit 2023 und liegt nur knapp unter dem Höchstwert von 66% während der Meme-Aktien-Rallye im Jahr 2021.

„Zum Vergleich: Das Pandemie-Tief im Jahr 2020 lag bei 54%, während der langfristige Durchschnitt bei etwa 57% liegt“, heißt es in dem Beitrag.

Die Analysten ergänzten, dass der Kassenbestand auf nur 10% gesunken ist, das ist der niedrigste Stand seit September 2018, während sich der Anleihe-Anteil auf 18% verringert hat.

Diese Entwicklung zeigt, dass wohlhabende Investoren verstärkt auf Aktien setzen. Sie haben eine erhöhte Risikobereitschaft und zeigen weiterhin Zuversicht in die Finanzmärkte.

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