06.05.2026, 9:23 Uhr

USA und Israel uneinig beim Iran-Krieg: Amerikaner lehnen ihn ab, Israelis wünschen Fortsetzung

Eine Mehrheit der Israelis sagt, ein Ende des Iran-Kriegs unter den aktuellen Bedingungen sei nicht mit den Sicherheitsinteressen ihres Landes vereinbar. Im Gegensatz dazu finden 77% der Amerikaner, ein Angriff auf den Iran war die falsche Entscheidung.

Die Umfrage des Israel Democracy Institute erscheint, während die Märkte weiterhin eine starke Volatilität im Zusammenhang mit dem Krieg zeigen.

Zwei Verbündete: Zwei Umfragen, zwei Urteile zum US-israelischen Krieg gegen den Iran

Das Viterbi Family Center des IDI befragte zwischen dem 26. und 30. April 601 jüdische und 150 arabische Teilnehmer. Insgesamt sagten 59% der Israelis, ein Ende des Iran-Kriegs unter den aktuellen Bedingungen sei nicht mit der nationalen Sicherheit vereinbar.

Etwa zwei Drittel der jüdischen Befragten teilten diese Meinung, während fast die Hälfte der arabischen Befragten die entgegengesetzte Haltung vertrat.

„In allen drei politischen Lagern (Juden) glaubt die Mehrheit, dass ein Ende des Kriegs nicht im Sicherheitsinteresse Israels liegt. Diese Mehrheit ist im Zentrum mit 70% sowie rechts mit 65% am größten, während es links nur etwas mehr als die Hälfte ist”, zeigte die Umfrage.

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Umfrageergebnisse: Dient ein Ende des Iran-Kriegs Israels Sicherheitsinteressen?
Umfrageergebnisse: Dient ein Ende des Iran-Kriegs Israels Sicherheitsinteressen? Quelle: Israel Democracy Institute

Immer mehr Israelis sehen Washington als die entscheidende Kraft in Sicherheitsfragen. Der Anteil, der den USA mehr Einfluss zuschreibt, stieg in sechs Monaten von 44% auf 51%. Unter Juden stieg er von 45% auf 56,5%.

Unterdessen ergab eine separate Umfrage von Generation Lab, wie Amerikaner über die Entscheidung von US-Präsident Trump denken, militärische Angriffe gegen den Iran durchzuführen. Sie zeigte eine breite Ablehnung.

77% der Befragten sagten, dass diese Entscheidung falsch war. Die Ablehnung war bei jüngeren Erwachsenen am höchsten: 80% der 18- bis 24-Jährigen lehnten sie ab. Ähnliche Werte zeigten sich bei 73% der Befragten in der Altersgruppe von 30 bis 34 Jahren.

Die Umfrage zeigte außerdem Unzufriedenheit mit dem Vorgehen von US-Präsident Trump bei der Eskalation mit dem Iran. Insgesamt gaben 55% der Befragten an, dass sie seine Vorgehensweise beim US-Militäreinsatz gegen den Iran entschieden ablehnen. Die stärkste Ablehnung gab es auch hier bei den 18- bis 24-Jährigen.

Was Amerikaner über den US-Iran-Krieg denken
Was Amerikaner über den US-Iran-Krieg denken. Quelle: Generation Lab

Preise steigen in verschiedenen Bereichen: US-Iran-Konflikt stört globale Lieferketten

Der Konflikt, der am 28. Februar begann, hat die globalen Märkte erschüttert und die Preise in vielen Branchen, von Treibstoff bis Dünger, deutlich steigen lassen. Ein Engpass beim Öl hat zu massiven Bestandsrückgängen geführt, was die Preisdynamik zusätzlich verstärkt.

Zugleich berichtete und Getränke-Inflation im März auf 7,9% gestiegen ist, was den stärksten Anstieg der letzten 12 Monate bedeutet. Auch die Düngemittelmärkte leiden darunter: Urea-Preise haben sich seit Februar verdoppelt, was Sorgen um die künftige Lebensmittelversorgung auslöst.

Die Störungen betreffen kommt.

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