
New York hat Klagen gegen Coinbase Financial Markets und Gemini Titan eingereicht, weil sie angeblich gegen das Landesrecht verstoßen haben. Das geht aus Gerichtsdokumenten hervor, über die Reuters zuerst berichtet hat.
Obwohl Kopien der Klageschriften möglicherweise nicht sofort vorliegen, besteht die Vermutung, dass sich die Klagen gegen die Prognosemarkt-Tochterunternehmen von zwei der größten US-Krypto-Börsen richten. Sollte dies zutreffen, wäre es das erste Mal, dass New York Maßnahmen gegen national lizenzierte Prognosemarkt-Betreiber ergreift.
Hat New York seine Warnung zu Prognosemärkten umgesetzt?
New Yorks Generalstaatsanwältin Letitia James warnte im Februar, dass Prognosemärkte gegen das Glücksspielgesetz des Bundesstaates verstoßen. Damals veröffentlichte ihr Amt eine Verbraucher- und Branchenwarnung, in der es hieß: „Das Angebot, die Werbung und die Förderung nicht lizenzierter Sportwetten verstoßen gegen New Yorks Glücksspielgesetze.”
Coinbase brachte sein Prognosemarkt-Produkt für US-Nutzer im Januar in Partnerschaft mit Kalshi auf den Markt.
Gemini Titan, eine Tochtergesellschaft von Gemini Space Station, startete seine eigene Prognosemarkt-Plattform, nachdem sie eine Designated Contract Market-Lizenz von der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) erhalten hatte.
Die Klagen erfolgen, während Prognosemärkte zunehmend im Mittelpunkt rechtlicher Konflikte zwischen Glücksspielaufsichtsbehörden auf Landesebene und der Bundesregierung stehen.
Die CFTC klagte am 3. April gegen Connecticut, Arizona und Illinois, weil diese versucht haben, Prognosemarkt-Betreiber nach ihren eigenen staatlichen Glücksspielgesetzen zu regulieren.
Ein Bundesberufungsgericht entschied am 7. April zudem, dass New Jersey seine Glücksspielgesetze nicht gegen Kalshi durchsetzen darf.
Die angebliche Entscheidung New Yorks, zu klagen, statt sich auf die Argumentation der Bundesvorrangigkeit einzulassen, zeigt, dass der Streit um Zuständigkeiten sich möglicherweise in Richtung Supreme Court verlagern wird.
Berichten zufolge entwickelt sich eine Meinungsverschiedenheit zwischen verschiedenen Gerichten, was typischerweise eine Überprüfung durch das höchste Gericht nach sich zieht.

