06.05.2026, 11:03 Uhr

Solana arbeitet mit Google Cloud zusammen: KI-Agenten zahlen mit Stablecoins

Die Solana Foundation und Google Cloud haben Pay.sh gestartet, einen Pay-as-you-go-Marktplatz, bei dem KI-Agenten Zahlungen in Stablecoins direkt auf Solana abwickeln können.

Die Plattform ersetzt Konten und Abonnements durch API-Zahlungen nach Nutzung über das x402-Protokoll. Dadurch lassen sich Dienste wie Gemini, BigQuery und Vertex AI direkt einbinden, auch durch autonome Software.

Solana: Neue Abwicklungsebene für KI-Handel

Pay.sh erweitert den x402-Standard, der ursprünglich von Coinbase und Cloudflare unterstützt wurde, zu einer gemeinsamen Registry, in der Google Cloud zusammen mit mehr als 50 Community-API-Anbietern gelistet ist. Jeder API-Aufruf wird mit Stablecoins bezahlt, wobei die Anbieter die Abwicklung auf Solanas schneller Blockchain übernehmen. Die Solana Foundation hat den Start auf X bekannt gegeben und bezeichnet es als maschinennativen Handel.

Der Start baut auf einer Reihe von Integrationen zwischen beiden Unternehmen auf. Google wurde ein Solana-. Pay.sh verbindet diese Elemente nun als Handelsschicht.

Für Agenten ist dieser Ansatz praktisch. Statt vorausbezahlter Konten oder manuell verwalteter API-Keys kann Software den Zugang flexibel aushandeln und zahlt nur für die tatsächlich genutzten Leistungen.

Wie Entwickler einsteigen

Pay.sh bietet eine Kommandozeilenschnittstelle und funktioniert mit bekannten KIs, darunter Gemini, Claude Code, Codex, Openclaw und Hermes. Agenten können eine zentrale Registry mit Google-Cloud-Endpunkten und Community-APIs durchsuchen und dann direkt Zahlungen ohne zusätzliche Integration tätigen.

Diese Vielfalt ist für Entwickler relevant, die bereits mit Lösungen wie dem Coinbase Agent Payments Protocol experimentieren. Pay.sh setzt auf Stablecoin-Abwicklung nativ auf Solana, statt auf herkömmliche Zahlungswege zurückzugreifen.

Die Solana Foundation teilt mit, dass der Marktplatz bereits verfügbar ist, sodass Entwickler Endpunkte ohne Warteliste publizieren können.

Bedeutung für Unternehmen

Pay.sh richtet sich auch an Unternehmen mit privaten Daten in Google Cloud. Eigentümer können Datensätze für externe Agenten über x402 zugänglich machen, während der Anbieter die Abrechnung und Zugangskontrolle übernimmt, ohne Rohdaten preiszugeben.

Mit diesem Modell könnten ungenutzte BigQuery-Datenbestände zu einkommensstarken Endpunkten werden, bezahlt in an den US-Dollar gekoppelten Token statt per Rechnung. Offen ist jedoch, ob tatsächlich ausreichend Nachfrage durch Agenten entsteht, vor allem angesichts der sinkenden x402-Transaktionsvolumina in letzter Zeit.

Wichtig ist nun, wie viele Unternehmensdaten-Anbieter in den ersten Wochen nach dem Start ihre Endpunkte listen — darauf wird das nächste Signal für die Entwicklung des Marktes liegen.