Globale, physisch besicherte Gold-Exchange-Traded Funds (ETFs) verzeichneten im April Zuflüsse von 6,6 Milliarden USD, nachdem es im März noch zu starken Nettoabflüssen kam.
Im März gab es mit 12 Milliarden USD den höchsten monatlichen Abfluss aller Zeiten aus globalen Gold-ETFs. Hauptgrund hierfür waren die Spannungen zwischen den USA und dem Iran, welche sich negativ auf den Goldmarkt auswirkten. Wie das untenstehende Chart zeigt, floss das Kapital im April jedoch wieder zurück in Gold, besonders durch Investoren aus Europa und Asien.
Gold-Zuflüsse ändern im April die Richtung
Die Rückkehr der Zuflüsse erfolgte, als sich der Goldpreis stabilisierte. Im April sank der Kurs des Edelmetalls um 1,12 %, nachdem er im März um 13 % gefallen war; das war der stärkste monatliche Rückgang seit 2008.
Seit Jahresbeginn verbuchen globale Gold-ETFs Nettozuflüsse in Höhe von 19 Milliarden USD. Das gesamte verwaltete Vermögen stieg im Monatsvergleich um 1 % auf 615 Milliarden USD, während die gemeinsamen Bestände um 45 Tonnen auf 4.137 Tonnen zulegten – das ist der dritthöchste Stand aller Zeiten.
Die Umkehr der Kapitalbewegungen fiel mit einem deutlich geringeren Preisrückgang zusammen. Im April fiel der Goldpreis nur um 1,12 %, im Gegensatz zum starken Rückgang von 13 % im März. Das war der stärkste Monatsverlust seit 2008.
Alle Regionen trugen zur Erholung im April bei. Europäische Fonds verzeichneten Zuflüsse von 3,7 Milliarden USD, asiatische Fonds von 1,8 Milliarden USD und nordamerikanische Fonds von 1 Milliarde USD. Seit Jahresbeginn haben globale Gold-ETFs insgesamt 19 Milliarden USD aufgenommen.
Diese Zuflüsse erhöhten das Gesamtvermögen unter Verwaltung um 1 % auf 615 Milliarden USD. Außerdem stiegen die gemeinsamen Goldbestände um 45 Tonnen auf 4.137 Tonnen, was den dritthöchsten Stand aller Zeiten darstellt.
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Chinas kontinuierlicher Goldkauf
China bleibt auch während der kriegsbedingten Volatilität ein konstanter Goldkäufer. Die People’s Bank of China (PBoC) erwarb im April mehr als 8 Tonnen Gold und verlängerte damit ihre Kaufserie auf 18 Monate in Folge.
Die April-Käufe der PBoC sind die höchsten seit Dezember 2024; damit stiegen die gesamten Bestände auf rund 2.322 Tonnen.
Im März betrug der Zuwachs noch 5 Tonnen. Zusammen markiert dies Chinas größte Goldakkumulation über zwei Monate hinweg seit dem ersten Quartal 2025, so The Kobeissi Letter.
„Seit Jahresbeginn hat Chinas Zentralbank mehr als 15 Tonnen Gold gekauft und steuert auf den größten Jahreskauf seit 2023 zu. Seit 2022 hat das Land seine Goldreserven offiziell um 372 Tonnen beziehungsweise 19 % erhöht und zählt damit zu den stärksten Goldkäufern der Welt. China nutzt den Rückgang beim Goldpreis zum Nachkaufen”, heißt es in einem Beitrag.
Der erneute Anstieg im April deutet darauf hin, dass Gold weiterhin eine wichtige Rolle als Portfolio-Anker spielt. Ob sich die Erholung fortsetzt, hängt von der Lage im Nahen Osten und den Erwartungen an künftige US-Leitzinserhöhungen ab.
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