12.05.2026, 9:38 Uhr

Peter Schiff: Saylors neuester Bitcoin-Kauf verbirgt ein Problem, das die SEC noch nicht erkannt hat

Peter Schiff hat seinen Streit mit Michael Saylor verschärft, indem er STRC als zentrales Schneeballsystem bezeichnete. Er fordert, dass die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC Saylors angeblich ruheständlerfreundliche Vermarktung untersuchen soll.

Der Ökonom meint, dass Saylor die bevorzugte Aktie von Strategy auf eine Weise bewirbt, die gegen SEC-Regeln zum Schutz vor Betrug verstoßen könnte. Er sagte, die Aktie könne nicht die Vermögenssicherung bieten, wie Saylor dies Ruheständlern mit dem Wunsch nach stabilem Einkommen verspreche.

Peter Schiffs Argument vom zentralen Schneeballsystem

Kernpunkt von Schiffs Ansicht ist, dass STRC keinen eigenen Ertragsstrom besitzt, der die Rendite deckt. Er argumentiert, dass die Ausschüttungen davon abhängen, dass immer neues Kapital in Strategy investiert wird, anstatt durch operative Gewinne oder Geschäftseinnahmen abgesichert zu sein.

Saylor entgegnete, dass Schiff gegen die gesamte Krypto-Branche eingestellt sei. Schiff antwortete, dass seine Kritik an Bitcoin (BTC) unabhängig von seiner STRC-Behauptung stehe.

„STRC unterscheidet sich: ein klassisches zentrales Schneeballsystem, betrieben von MSTR.” sagte Schiff.

Schon länger bezeichnet Schiff Bitcoin als eine neue Form eines dezentralen Schneeballsystems. Halter seien darauf angewiesen, dass spätere Käufer höhere Preise zahlen, um Gewinne zu erzielen. Da Bitcoin keine Gewinne erwirtschaftet, kann daraus weder eine regelmäßige Dividende gezahlt noch ein Wertzuwachs durch Erträge erreicht werden.

Beschwerde bei der SEC wegen Werbung für Ruheständler

Schiffs zweites Thema betrifft Saylors Werbeaussagen. Er stellte die Frage, wie Aufsichtsbehörden überhaupt Behauptungen erlauben könnten, dass STRC für Investoren geeignet sei, die auf sicheren Kapitalerhalt und stetiges Einkommen Wert legen.

Der Ökonom bezeichnete solche Aussagen als möglichen Verstoß gegen SEC-Regeln zu Betrugsvermeidung und Marketing. Er verwies auf die Volatilität, die mit Strategys Bitcoin-Bestand verbunden ist, als zentrales Risikoargument.

Schiff hat die Aktie von Strategy bereits zuvor als Betrug bezeichnet. Die neue Beschwerde ist eine Fortsetzung seiner langen Kampagne gegen Saylors Vorgehen im Unternehmen. Nach Meinung des Ökonomen sei die bevorzugte Aktie nur eine Konstruktion, um Bitcoin-Engagement wie eine festverzinsliche Anlage erscheinen zu lassen.

Saylor hat das Wertpapier als geeignet für stabiles Einkommen beworben und dabei auf kontrollierte Ausschüttungen verwiesen. Schiff entgegnet jedoch, dass die eigentliche Grundlage eine hebelfinanzierte Bitcoin-Position statt eines verlässlichen Geldstroms sei.

Was der Streit signalisiert

Der Disput entsteht zu einer Zeit, in der die Kontrolle von Bitcoin-Treasury-Strukturen zunimmt. Strategy hat das Tempo seiner Bitcoin-Käufe kürzlich verlangsamt, nachdem es über Jahre massiv akkumuliert hat – von Analysten als strategische Neuausrichtung bewertet.

Gleichzeitig sammeln Konkurrenten wie Adam Backs Capital B weiter Kapital für Bitcoin-Treasury-Angebote. Die Struktur unterscheidet sich von STRC, doch die grundlegende Abhängigkeit vom Bitcoin-Kurs bleibt bestehen.

Strategy ist der größte institutionelle Bitcoin-Halter. Jede Regulierungsmaßnahme gegen das bevorzugte Aktienprogramm des Unternehmens könnte gravierende Auswirkungen auf andere Herausgeber von Krypto-Treasury-Produkten haben. Schiff hat angekündigt, seinen Druck so lange zu erhöhen, bis die SEC reagiert.