Indien hat die Einfuhrzölle auf Gold und Silber von 6% auf 15% erhöht. Dadurch steigen die Kosten beim Kauf von Edelmetallen für den zweitgrößten Goldverbraucher der Welt deutlich an.
Der neue Satz setzt sich aus einem Grundzoll von 10% und einer Abgabe für die Landwirtschaftsinfrastruktur und -entwicklung von 5% zusammen.
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Gold kaufen in Indien ist jetzt teurer
Die Mitteilung des Finanzministeriums macht eine Entscheidung aus Juli 2024 rückgängig, bei der der effektive Einfuhrzoll von 15% auf 6% gesenkt wurde. BeInCrypto berichtete, dass Premierminister Narendra Modi die Bürger wenige Tage zuvor gebeten hatte, ein Jahr lang auf Goldkäufe zu verzichten.
Indische Schmuckaktien reagierten Anfang der Woche auf die Warnung. Titan, Senco Gold und Kalyan Jewellers verzeichneten am Montag nach den im Fernsehen übertragenen Worten des Premierministers jeweils Verluste.
Indien steht weltweit an zweiter Stelle beim Goldverbrauch nach China. Der inländische Bergbau ist weiterhin gering, deshalb ist das Land auf Importe angewiesen.
Die monatlichen Importe erreichten im Januar und Februar 2026 im Schnitt 83 Tonnen. Zum Vergleich: Im Jahr 2025 lag der Monatsdurchschnitt noch bei 53 Tonnen, wie ein Bericht des World Gold Council aus dem Vormonat zeigt.
„Die Gesamtnachfrage nach Gold stieg im ersten Quartal um 10% im Jahresvergleich auf 151 Tonnen, obwohl das Volumen 9% unter dem langfristigen Durchschnitt lag. Wertmäßig hat sich die Nachfrage fast verdoppelt und ist um 99% im Jahresvergleich auf einen Rekord von 2.275 Mrd. INR (25 Mrd. USD) gestiegen. Die starke Investitionsnachfrage von 82 Tonnen, angeführt von Barren, Münzen und ETFs, glich die schwächeren Schmucknachfragen (66 Tonnen) mehr als aus, während die industrielle Nachfrage stabil blieb (2 Tonnen)”, heißt es im Bericht.
Das Handelsdefizit des Landes erreichte im Haushaltsjahr 2026 rund 330 Mrd. USD. Gold und Silber hatten daran einen Anteil von fast 11% an den gesamten Importen.
Modi verbindet öffentlichen Appell mit Zollerhöhung
Modis Appell erfolgt, während der Iran-Krieg weiter auf die indische Wirtschaft drückt. Neben dem Appell, beim Goldkauf zu sparen, rief er dazu auf, den Treibstoffverbrauch zu reduzieren und wieder mehr auf Remote-Arbeit zu setzen.
Die indische Währung hat angesichts der geopolitischen Spannungen deutlich an Wert verloren. Laut Reuters ist die Rupie derzeit die schwächste große asiatische Währung in diesem Jahr und hat seit dem 28. Februar fast 5% an Wert eingebüßt.
Gestern fiel sie auf ein neues Rekordtief von 95,7375 gegenüber dem USD und unterschritt damit das bisherige Tief von 95,4325.
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