18.05.2026, 7:42 Uhr

Elon Musk verstärkt Warnung des Citadel-CEO von der Stanford-Konferenz: Künstliche Intelligenz gefährdet jetzt auch Doktorandenstellen

Elon Musk hat ein Video geteilt, das davor warnt, dass Künstliche Intelligenz (KI) jetzt hochqualifizierte Finanzjobs ersetzt. Der Sprecher, Citadel-CEO Ken Griffin, sagte, dass agentische Systeme Arbeiten auf Doktoranden-Niveau in wenigen Stunden erledigen.

Griffin äußerte diese Aussagen an der Stanford University. Er sagte, dass das KI-Toolkit in nur neun Monaten erheblich leistungsfähiger geworden ist, was Sorgen um die Auswirkungen auf stark spezialisierte Berufe auslöst.

Citadels KI-Erwachen

Griffin, der lange Zeit als KI-Skeptiker galt, gab zu, dass diese Technologie die Arbeitsweise seines Hedgefonds intern verändert hat. Er erklärte, Aufgaben, die sonst von Personen mit Master- oder Doktortitel über Wochen oder Monate erledigt wurden, werden nun in Stunden oder Tagen abgeschlossen.

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Der Citadel-Chef sagte zu den Studierenden in Stanford, dass er an einem Freitag „ziemlich niedergeschlagen” nach Hause ging wegen dieser Umbrüche. Nach eigener Aussage hatte er erstmals in seinem Unternehmen das Gefühl, die reale Wirkung von KI im großen Stil zu erleben.

„Das sind keine durchschnittlichen Bürojobs. Hier werden außergewöhnlich hochqualifizierte Tätigkeiten durch agentische KI automatisiert”, sagte Ken Griffin, CEO von Citadel.

Bisher hat Citadel Hunderte quantitative Forscher aus führenden Mathematik- und Physikstudiengängen eingestellt. Griffins Aussagen deuten darauf hin, dass KI nun direkt mit diesem erstklassigen Talentpool konkurriert.

Die breitere Entwicklung am Arbeitsmarkt

Citadels Erfahrungen spiegeln einen allgemeinen Trend für 2026 wider. Technologiekonzerne nannten KI dieses Jahr als Auslöser für Tausende von machen einen wachsenden Teil dieser Stellenstreichungen aus.

Musk selbst vertritt schon länger die Auffassung, dass KI im Laufe der Zeit die meisten bezahlten wird. Allerdings teilen nicht alle Analysten diese Auffassung zum Zeitpunkt des Wandels.

Eine aktuelle Untersuchung von a16z zu vier großen Studien fand heraus, dass KI bislang keine Arbeitsplätze in großem Umfang vernichtet. Die Verschiebungen betreffen vor allem einzelne Aufgaben, nicht ganze Berufsbilder in der gesamten Wirtschaft.

Trotzdem bauen Unternehmen aus dem Krypto-Bereich ihre Produkt-Roadmaps bereits um Agenten, die Handel und Abwicklung nativ übernehmen. Unternehmen wie Coinbase oder Microsoft und andere große Arbeitgeber begründen aktuelle Einsparungen mit kleineren, KI-gestützten Teams.

Ob Griffins Depression am Freitag sich in der Finanzbranche ausbreitet, hängt davon ab, wie nachhaltig der derzeitige Produktivitätssprung bis Jahresende bleibt. In den kommenden Quartalen könnten Gewinnberichte zeigen, welche Unternehmen ihre durch KI erzielten Kosteneinsparungen beziffern.

Investoren werden zudem beobachten, ob Citadel selbst öffentlich macht, wie viel Kapazität durch den Einsatz von Agenten für Arbeiten auf Doktoranden-Niveau frei wurde.