Der Bitcoin-Forscher Plan C meint, dass die aktuellen US-Industrie-Daten den echten Beginn eines bullischen Bitcoin (BTC) Marktes anzeigen. Er widerspricht Vorhersagen eines Kursrutsches um 50% auf 50.000 USD und macht die starke Fixierung auf den Vierjahres-Halving-Zyklus dafür verantwortlich.
Zwei verschiedene Indikatoren zeigen, dass die Industrie wächst. Der ISM Manufacturing PMI lag im April bei 52,7%, damit bereits den vierten Monat in Folge über 50. Der S&P Global US Manufacturing PMI wurde auf 54,5% nach oben angepasst, das ist der höchste Wert seit Mai 2022.
Warum ein PMI über 50 für Bitcoin wichtig ist
Der ISM Manufacturing PMI befragt Hunderte US-Einkaufsmanager aus der Industrie. Werte über 50 zeigen ein Wachstum der Branche, Werte unter 50 bedeuten eine Schrumpfung. Der Index kletterte im Januar 2026 nach etwa 26 Monaten Stagnation wieder über die 50er Marke.
Die von Plan C geteilte Grafik zeigt diese Verbindung seit 2009. In allen früheren Zyklen fielen die größten Rallyes von Bitcoin immer mit PMI-Werten über 50 zusammen. Der Zeitraum von 2023 bis Anfang 2026 ist die bisher längste Phase mit einem Wert unter 50.
Der Aprilwert von 52,7% ist laut Institute for Supply Management der höchste Stand seit August 2022. Der Sub-Index für Neuaufträge stieg auf 54,1%, was ein Hinweis auf eine steigende Nachfrage im Frühling ist.
Eine im Januar 2026 veröffentlichte Studie bestätigte das Muster und zeigte eine starke Verbindung zwischen PMI-Werten und Bitcoin-Renditen.
Plan Cs Argumente für die zweite Aufwärtsphase
Der Forscher meint, Trader konzentrieren sich zu sehr auf das Risiko des Vierjahres-Halving-Zyklus und erkennen nicht, was als Nächstes passiert. Für den aktuellen Spot-Kurs spielen jetzt die Nachfrage aus der Industrie, Liquidität und Kreditbedingungen eine größere Rolle als das Angebot. Er sieht einen Sprung im PMI als Zeichen für Kapitalbewegungen, wobei Anleger wieder in risikoreiche Vermögenswerte wie Bitcoin investieren.
Mit seiner Grafik zu Kurs und PMI untermauerte Plan C seine These direkt.
„Bitcoin hat NIEMALS seinen VOLLEN, kompletten Bullenmarkt gehabt, während der PMI die ganze Zeit unter 50 lag… Er folgte immer dem Konjunkturzyklus und tut dies erneut. Wie ein Uhrwerk.”
Ein zweiter Indikator aus der Industrie unterstützt die gleiche Richtung.
Der S&P Global US Manufacturing PMI kletterte im April auf 54,5 und erreichte damit den höchsten Wert seit Mai 2022. Neue Aufträge wuchsen so schnell wie seit vier Jahren nicht, die Produktion stieg am stärksten seit April 2022.
S&P Global führt den Anstieg teilweise auf Lageraufbau angesichts neuer Zölle sowie Lieferengpässe durch den Nahost-Konflikt zurück. Das Geschäftsklima erreichte dabei das höchste Niveau seit Februar 2025.
Wo die Bullenmarkt-These nicht aufgeht
Standard Chartered meint, dass Bitcoin erneut 50.000 USD erreichen könnte, bevor eine nachhaltige Erholung einsetzt. Die Bank verweist auf eine nachlassende ETF-Nachfrage sowie schwächere institutionelle Zuflüsse.
Frühere PMI-Ausschläge konnten den Bitcoin-Kurs nicht immer abbilden. Der ISM-Index stieg 2014, während Bitcoin fiel. Im Jahr 2015 sank der Index, während Bitcoin zulegte. Zwischen 2023 und 2025 lag der PMI fast zwei Jahre unter 50, dennoch stieg Bitcoin um etwa 700%.
Andere Analysten sehen in dem PMI eher einen Hinweis auf die künftige US-Notenbankpolitik und keinen direkten Auslöser für Bitcoin. Im S&P-Bericht werden der 11. Rückgang der Exporte in Folge und erstmals seit neun Monaten ein Rückgang bei den Industriearbeitsplätzen genannt. Die Inflation der Eingangskosten erreichte ein Zehnmonatshoch, sodass kurzfristige Zinssenkungen weniger wahrscheinlich sind.
Bitcoin bleibt weiter in der Spanne zwischen 78.000 und 80.000 USD. Der nächste ISM-Bericht am 1. Juni wird zeigen, ob die bullische These von Plan C weiterhin Bestand hat.