08.05.2026, 12:07 Uhr

BlackRock unterstützt GENIUS Act Stablecoin-Rahmenwerk, macht 7 Empfehlungen

BlackRock hat einen Kommentarbrief beim US Office of the Comptroller of the Currency (OCC) eingereicht und unterstützt den vorgeschlagenen Regulierungsrahmen der Behörde für Herausgeber von Zahlungs-Stablecoins nach dem GENIUS Act.

Der größte Vermögensverwalter der Welt hat sieben Empfehlungen abgegeben, in denen das OCC aufgefordert wird, eine breitere Zulässigkeit von Sicherheiten zu erlauben und flexible Regeln für die Einhaltung vorzusehen. BlackRock betont, dass der Rahmen des GENIUS Act die Abwicklung in Echtzeit und höhere Standards für Zahlungssysteme ermöglichen kann.

BlackRock unterstützt Grundsatz-basierten Rahmen

Der Vorschlag des OCC, veröffentlicht am 2. März, legt Anforderungen für zulässige Herausgeber von Zahlungs-Stablecoins (PPSIs) nach dem Guiding and Establishing National Innovation for U.S. Stablecoins (GENIUS) Act fest. Dabei werden Sicherheiten, Diversifikation, Konzentration, Kapital- und Aufsichtsstandards geregelt.

BlackRock bevorzugt die „Option A” der Behörde, welche einen Grundsatz-basierten Ansatz mit einer optionalen quantitativen Sicherheit kombiniert. Diese Sicherheit sieht tägliche Liquiditätsschwellen von 10% und wöchentliche von 30% vor, ein Konzentrationslimit von 40% und eine gewichtete durchschnittliche Fälligkeit von 20 Tagen.

Das Unternehmen möchte, dass am selben Tag abzuwickelnde staatliche Geldmarktfonds (GMMFs) auf den wöchentlichen Liquiditätsanteil angerechnet werden, da in solchen Fonds mehr als 6.2 Billionen USD gehalten werden. Zudem fordert BlackRock, dass qualifizierte ETFs gleich behandelt werden. Robert Mitchnick, BlackRocks Leiter für Digitale Vermögenswerte, war einer von fünf Führungskräften, die den Brief unterzeichneten.

„Mit dem richtigen Regulierungsrahmen können Stablecoins das Zahlungssystem verbessern und neue Formen finanzieller Nutzung ermöglichen, einschließlich Echtzeit-Abwicklung.”

BlackRock, X

Forderung nach Abschaffung der 20%-Obergrenze für tokenisierte Sicherheiten

BlackRock forderte das OCC auf, keine zusätzlichen quantitativen Begrenzungen für tokenisierte Versionen zulässiger Sicherheiten vorzusehen. Im Vorschlag war eine Obergrenze von 20% für tokenisierte Vermögenswerte enthalten, die laut BlackRock die „Form vor Inhalt” und nicht das Risiko benachteiligt.

Der Vermögensverwalter möchte außerdem, dass US-Staatsanleihen mit variablem Zinssatz (FRNs) und bis zu zwei Jahren Laufzeit als zulässige Sicherheiten aufgenommen werden. Zudem wurde verlangt, dass individuell verwaltete Konten für ein professionelles Sicherheitenmanagement weiterhin verfügbar sind. CEO Larry Fink hat Tokenisierung zuvor als neue Anlageklasse für institutionelle Portfolios beschrieben.

Der Rahmen erfolgt, während in diesem Quartal weniger Dynamik zeigten.

Die Kommentierungsphase gibt US-Regulierungsbehörden erstmals die Möglichkeit, die Stablecoin-Politik mit institutionellen Standards für Sicherheiten abzugleichen. Der Brief von BlackRock zeigt auf, wo große Vermögensverwalter die Grenze vor einem Inkrafttreten der endgültigen Vorschriften ziehen möchten.