12.05.2026, 8:11 Uhr

Drei Männer aus Tennessee angeklagt: 6,5 Millionen USD Krypto-Raubserie

Eine Bundesjury hat drei Männer aus Tennessee wegen mutmaßlicher Raubüberfälle im Zusammenhang mit Kryptowährungen angeklagt, darunter auch ein Vorfall, bei dem ein Opfer unter Waffengewalt gezwungen wurde, digitale Vermögenswerte im Wert von 6,5 Millionen USD herauszugeben.

Elijah Armstrong, Nino Chindavanh und Jayden Rucker werden Verschwörung und Entführung vorgeworfen.

Tennessee-Trio suchte gezielt Halter von Kryptowährungen auf

Laut Pressemitteilung reisten die Angeklagten aus Tennessee an und gaben sich als Lieferanten aus, um in die Wohnungen der Opfer einzudringen. Ermittler berichten, dass die Gruppe Waffen, Kabelbinder und Klebeband nutzte, um Bewohner zu fesseln.

„Armstrong, 21 Jahre alt, aus Tennessee, Chindavanh, 21 Jahre alt, aus Tennessee, und Rucker, 25 Jahre alt, aus Tennessee, sollen sich zusammengetan haben, um Personen in San Francisco, San Jose, Sunnyvale und Los Angeles zu entführen und auszurauben, um ihnen Kryptowährungen zu stehlen“, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

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Staatsanwälte schilderten einen Zwischenfall, bei dem die mutmaßlichen Täter ein Opfer unter Waffengewalt zwangen, sich bei seinen Kryptowährungs-Konten anzumelden. Ein Komplize überwies daraufhin etwa 6,5 Millionen USD von den Wallets an Adressen, die von der Gruppe kontrolliert wurden.

Armstrong und Rucker wurden am 31. Dezember in Los Angeles festgenommen. Chindavanh wurde bereits Anfang Dezember in Sunnyvale verhaftet. Alle drei befinden sich weiterhin in Bundesgewahrsam.

US-Staatsanwalt Craig H. Missakian äußerte sich anlässlich der Anklageerhebung.

„Diese Personen haben, wie ihnen vorgeworfen wird, ihre Opfer terrorisiert, um große Summen an Kryptowährungen zu stehlen. Der Plan war nicht nur raffiniert, sondern auch dreist, gewalttätig und gefährlich“, sagte er.

Im Fall einer Verurteilung könnten die Angeklagten bis zu 20 Jahre Haft und 250.000 USD Geldstrafe für Anklagepunkte wie Verschwörung zur Durchführung eines Raubüberfalls nach dem Hobbs Act, versuchter Hobbs-Act-Raub und versuchte Entführung erhalten. Die Anklage wegen Verschwörung zur Begehung einer Entführung kann sogar mit lebenslanger Haft geahndet werden.

Diese Entwicklung erfolgt inmitten eines Halter von Kryptowährungen im Zeitraum von Januar bis April 2026, was einem Plus von 41% gegenüber dem Vorjahr entspricht. CertiK geht davon aus, dass 2026 etwa 130 sogenannte Wrench-Angriffe verzeichnet werden, wenn das aktuelle Tempo anhält.

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