18.05.2026, 17:34 Uhr

Elon Musk verliert Rechtsstreit mit OpenAI: Geschworene entscheiden, Klage kommt zu spät

Eine US-Jury hat Elon Musk am 18. Mai 2026 eine klare Niederlage zugefügt. Sie entschied, dass Musk zu lange gewartet hat, um OpenAI und den CEO Sam Altman zu verklagen.

Das Urteil bedeutet, dass Musks Vorwürfe wegen eines angeblichen Verrats an den Gründungszielen nun beendet sind. OpenAI kann daher seinen Weg zu einer führenden Position am Markt ohne weitere Hürden fortsetzen.

OpenAI siegt: Musks KI-Klage scheitert an Frist

Die beratende Jury am U.S. District Court für den Northern District of California stellte fest, dass Musks Vorwürfe wegen Verletzung des gemeinnützigen Zwecks und unrechtmäßiger Bereicherung verjährt sind.

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Musk gründete OpenAI im Jahr 2015 als gemeinnützige Organisation, spendete hohe zweistellige Millionensummen und verließ den Vorstand 2018.

Er reichte die Klage 2024 ein und argumentierte, dass die Umwandlung zum gewinnorientierten Unternehmen mit Microsoft-Beteiligung die Gründungsversprechen verletze. Die Jury bestätigte jedoch, dass Musk diese Entwicklung bereits Jahre zuvor kannte.

Richterin Yvonne Gonzalez Rogers wird vermutlich der Empfehlung der Jury folgen und die Klage abweisen.

Musk hatte Entschädigungszahlungen von mehr als 130–150 Milliarden USD, die Abberufung von Altman und grundlegende Änderungen gefordert, was nun nicht mehr möglich ist.

Kryptomärkte reagieren gelassen

Krypto-Trader zeigten kaum Anzeichen von Panik. Bitcoin und wichtige Altcoins blieben stabil, was auf eine „Musk-Müdigkeit” in den volatilen Märkten hinweist.

Memecoins Performance.
Leistung der Memecoins. Quelle: Coingecko

Das Ergebnis stärkt zentrale KI-Player wie OpenAI (die Bewertung liegt bei über 850 Mrd. USD), während dezentrale Krypto-KI-Projekte mit Open-Source- und Non-Profit-Ansatz möglicherweise ins Abseits geraten.

Tesla (TSLA) steht kurzfristig unter Druck, da Musks xAI ohne Ablenkung durch Gerichtsverfahren das Rennen um Künstliche Intelligenz weiterverfolgt.

Tesla (TSLA) Aktienperformance
Tesla (TSLA) Aktienperformance. Quelle: TradingView

Musk hat wiederholt die meisten Kryptowährungen als „Betrug” bezeichnet, wobei Tesla weiterhin beträchtliche Bitcoin-Bestände hält.

Das Urteil bestätigt, dass Spender Jahre später mit Klagen gegen die Umwandlung von gemeinnützigen zu gewinnorientierten Unternehmen vor schwierigen Hürden stehen.

Es verringert die rechtliche Unsicherheit für KI-Investitionen bei Big Tech und verbessert die IPO-Chancen von OpenAI sowie die Partnerschaft mit Microsoft.

Das Team um Musk dürfte in Berufung gehen. Ein endgültiges Urteil der Richterin wird in Kürze erwartet.

OpenAI bereitet den Börsengang vor. Krypto-KI-Initiativen könnten deshalb verstärkt auf dezentrale Alternativen setzen, um die Konzernmacht herauszufordern.

Investoren sollten die Volatilität bei TSLA, die Korrelation des Bitcoin-Kurses mit KI-Nachrichten und die Entwicklung von xAI im Blick behalten, um Chancen an dieser dynamischen Schnittstelle zwischen Technologie und Krypto rechtzeitig zu erkennen.

Weder Sam Altman noch Elon Musk haben sich zum Zeitpunkt der Veröffentlichung zu dieser Entwicklung geäußert.