Die US-Regierung unter US-Präsident Trump hat intern darüber gesprochen, wohlhabenden Spendern zu erlauben, Unternehmensanteile an Trump Accounts zu übergeben. Das bundesweite Kinder-Investitionsprogramm würde diesen Spendern dafür bedeutende Steuervorteile verschaffen, wie Forbes am 6. Mai berichtete.
Der Vorschlag würde das Programm auf mehr als nur Geldspenden ausdehnen. Spender könnten wertgestiegene Aktien übertragen, dadurch die Kapitalertragsteuer vermeiden und einen vollen Steuerabzug auf den Marktwert der Aktien erhalten.
Ein neuer Weg für wohlhabende Spender
Trump Accounts sind in diesem Jahr gestartet über den One Big Beautiful Bill Act. Jedes US-Kind, das zwischen 2025 und 2028 geboren wird, bekommt eine Start-Einlage in Höhe von 1.000 USD von der Treasury. Eltern können bis zu 5.000 USD im Jahr an nachbesteuerten Mitteln einzahlen.
Das Geld wird in breit gestreute US-Aktienindexfonds angelegt und ein Teil kann ab dem Alter von 18 Jahren genutzt werden. Geld-Einzahlungen sind offiziell ab dem 4. Juli 2026 möglich. In den Gesprächen wird Brad Gerstner von Altimeter Capital als wichtigster Befürworter genannt.
Warum das Steuerkonzept entscheidend ist
Der neue Vorschlag ähnelt bestehenden Steuerregeln für das Spenden von Aktien. Ein wohlhabender Spender müsste keine Kapitalertragsteuer auf Gewinne zahlen. Zudem könnte er den Marktwert der Aktien vollständig absetzen.
Dieser doppelte Vorteil könnte Gründern mit stark gestiegenen Anteilen die Investition in Milliardenhöhe schmackhaft machen. Geldspenden bieten keinen vergleichbaren Vorteil.
Bereits Milliarden zugesagt, Kritik wächst
Privates Kapital fließt bereits ein. Michael und Susan Dell sagten im Dezember 6,25 Milliarden USD zu. Diese Spende finanziert Einlagen von je 250 USD für etwa 25 Millionen Kinder in einkommensschwachen Gebieten.
Ray Dalio, BlackRock, Uber, Robinhood und Charles Schwab haben Beiträge auf Bundesstaaten-Ebene oder mit Arbeitgeber-Zuschüssen angekündigt.
Die Möglichkeit, Aktien zu spenden, könnte wertgestiegenes Gründervermögen in das Programm bringen.
Das NYU Tax Law Center bezeichnet den Vorschlag als Ausweitung bestehender Abzüge für Spenden, die sehr wohlhabende Spender heute bereits nutzen.
Jede Erweiterung würde ein neues Gesetz erfordern. Weder die Treasury noch das Weiße Haus haben die Gespräche öffentlich bestätigt.
Der Kongress ist nun die letzte Hürde. Abgeordnete entscheiden, ob Gründeraktien in die Konten von Millionen amerikanischer Kinder einfließen dürfen.