12.05.2026, 18:18 Uhr

US-Inflation steigt stärker als Löhne: Bernstein sieht eine Aktie im Vorteil

Die Inflation in den USA im April stieg im Jahresvergleich um 3,8%, was die Lohnsteigerung von 3,6% übertraf. Dadurch gibt es erneut Sorgen, dass die Energiekrise durch den Iran-Krieg sich auf Preise für Lebensmittel, Transport und andere wichtige Konsumgüter auswirkt.

Bernstein erklärte am Dienstag seinen Kunden, dass Tokenisierungsplattformen die gesamtwirtschaftlichen Umwertungen umgehen können. Bernstein bekräftigte sein Kursziel von 67 USD für Figure Technology Solutions (FIGR) und sieht ein Aufwärtspotenzial von 72%, obwohl das wirtschaftliche Umfeld schwächer wird.

Energiekrise wirkt sich auf die reale Wirtschaft aus

Der US-Verbraucherpreisindex stieg im April um 3,8%, also mehr als die erwarteten 3,7%, während die Löhne nur um 3,6% zulegten. Viele Arbeitnehmer in den USA verlieren daher zum ersten Mal seit etwa drei Jahren an Kaufkraft.

Die Energiepreise stiegen ebenfalls um 3,8%, die Lebensmittelpreise um 0,5%. Der durchschnittliche Benzinpreis in den USA liegt nun bei fast 4,50 USD pro Gallone, im Vergleich zu 3,14 USD vor einem Jahr. US-Präsident Trump schlug eine vorübergehende Aussetzung der Bundessteuer auf Benzin vor, um Autofahrer zu entlasten.

Auch die Kosten für Plastik und Produktion steigen, weil Lieferunterbrechungen durch den Iran-Krieg die globalen Zulieferungen für die Chemieindustrie beeinflussen. Dadurch erhöht sich das Risiko, dass der Preisdruck auch über Energie und Lebensmittel hinausgeht.

Die USA haben zudem einen Plan verschoben, Importzölle auf Rindfleisch auszusetzen. Diesen Vorschlag brachte US-Präsident Trump als Maßnahme gegen hohe Lebensmittelpreise ein.

Märkte reagieren auf anhaltende Inflation

Die Bank of Japan signalisierte, dass Zinserhöhungen eventuell bereits im Juni erfolgen können. Ein Mitglied der Bank nannte den Ölpreisschock als Grund für kurzfristige Straffungen. In Großbritannien stiegen die Renditen für 30-jährige Anleihen auf den höchsten Stand seit 1998.

Die starke Inflation ist ein weiteres Argument für die US-Notenbank, Zinssenkungen möglicherweise erst im Jahr 2026 durchzuführen. Ein starker US-Dollar und hohe Anleiherenditen belasten in solchen Situationen erfahrungsgemäß riskantere Vermögenswerte.

„Obwohl die Verbraucherpreise (CPI) im April um 3,8% gestiegen sind, ist die Inflation bei vielen lebenswichtigen Gütern noch deutlich höher. Seit 2020 lag die kumulierte Inflation bei 29%, das heißt, Waren, die damals 100 USD kosteten, kosten heute 129 USD. Die Inflation bleibt ein großes Problem für die US-Bevölkerung”, erklärten Analysten der Kobeissi Letter .

Der S&P 500-Index ist trotz des makroökonomischen Umfelds weiterhin um 8,3% seit Jahresbeginn gestiegen.

Bernstein-Analysten um Gautam Chhugani betonten, dass Figures Blockchain-basierte Plattform zur Kreditvergabe von makroökonomischen Umwertungen weitgehend unabhängig ist. Im ersten Quartal stieg das Tokenisierungsvolumen im Jahresvergleich um 113% auf 2,9 Milliarden USD.

Ob die Umwertung sich auch auf die Kerninflation (Kern-CPI) ausweitet oder bei einem Waffenstillstand im Iran wieder nachlässt, entscheidet darüber, wie stark die US-Notenbank im Sommer eingreifen muss und ob sich Bernsteins makro-unabhängige Tokenisierungsthese bewährt.