15.05.2026, 5:03 Uhr

Weißes Haus sucht nach Ausweg: Iran-Konflikt treibt Kraftstoffpreise

US-Präsident Trumps Vorschlag, die Bundessteuer auf Benzin auszusetzen, bekommt mehr Dynamik, da Mitarbeiter des Weißen Hauses sich beeilen, die wirtschaftlichen Folgen des US-Iran-Krieges zu begrenzen.

Der neue Vorstoß erfolgt nach Trumps Äußerungen während eines Telefoninterviews am Montagmorgen mit CBS News. Dort sagte er, dass er die Bundessteuer auf Benzin „für eine gewisse Zeit” pausieren möchte.

Warum das Weiße Haus über eine Senkung der Benzinsteuer nachdenkt

Reuters berichtet unter Berufung auf Personen, die mit den Diskussionen im Weißen Haus vertraut sind, dass das Aussetzen der Bundessteuer auf Benzin „immer wichtiger” wird, nachdem sie von einigen Beratern zuerst als unnötig abgelehnt wurde. Die Beamten haben offenbar kaum noch Möglichkeiten, um zu zeigen, dass sie gegen die steigenden Kosten für Verbraucher vorgehen.

Laut einer Quelle galt der Vorschlag bis Ende April weiterhin als Backup-Plan. Allerdings gibt es seit einer Woche mehr Unterstützung für diese Maßnahme, da Irans Bemühungen um einen Waffenstillstand ins Stocken geraten sind.

Die vorgeschlagene Steuersenkung würde den Benzinpreis um etwa 18 Cent pro Gallone senken und kommt zu einer Zeit, in der der nationale Durchschnittspreis über 4,50 USD gestiegen ist. Dennoch müsste Trumps Plan zuerst vom Kongress genehmigt werden.

„Im Weißen Haus gibt es inzwischen die Übereinstimmung, dass angesichts eines Preisanstiegs von 50% seit Beginn des Krieges Trump ‚jetzt eine sichtbare Entlastung für Verbraucher braucht‘, sagte eine der Personen”, heißt es im Bericht.

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Wie der Iran-Krieg die Benzinpreise in den USA beeinflusst hat

Die Entwicklung folgt auf einen starken Anstieg der Kraftstoffkosten wegen der Schließung der Straße von Hormuz. Die Benzinpreise sind seit Beginn des Krieges um mehr als 50% gestiegen.

Laut einem Tracker der Brown University haben die US-Amerikaner seit dem Konflikt zusätzlich 39,6 Milliarden USD für Kraftstoff ausgegeben. Außerdem ergab eine Consumer Tracker-Welle von Ipsos, dass 56% der US-Amerikaner innerhalb der letzten 3 Monate über höhere Ausgaben für Benzin berichten.

Im April 2025 lag dieser Wert noch bei 24%. Gleichzeitig gehen die US-Ölreserven schnell zurück.

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Dennoch hat Trump die Bedenken bezüglich der Haushaltsbudgets zurückgewiesen.

„Ich denke nicht über die finanzielle Situation der US-Amerikaner nach. Ich denke an niemanden. Ich denke an eine Sache: Wir dürfen Iran keine Kernwaffe erlauben. Das ist alles”, sagte er.

Da die Waffenstillstandsgespräche ins Stocken geraten und der Memorial Day näher rückt, schließt sich das Zeitfenster für mögliche Entlastungen.