Die NVIDIA-Aktie erreichte am Donnerstag ein Rekordhoch von 236,46 USD, nachdem Washington den Verkauf von H200-Chips an etwa zehn chinesische Unternehmen genehmigt hatte. CEO Jensen Huang bezeichnete das China-Treffen von US-Präsident Trump als eines der wichtigsten in der Geschichte der Menschheit.
Die Genehmigung durch das Handelsministerium erlaubt Alibaba, Tencent, ByteDance und JD.com den Kauf von NVIDIAs führendem KI-Beschleuniger. Lenovo und Foxconn erhielten die Erlaubnis als Vertriebspartner. Die Entscheidung hebt somit die Beschränkungen auf, die zuvor einen Markt mit rund acht Milliarden USD Jahresumsatz blockiert hatten.
Aufhebung des Chip-Verbots ermöglicht größte chinesische Käufer
Laut Reuters genehmigte das US-Handelsministerium H200-Käufe für etwa zehn chinesische Unternehmen.
Die Exportkontrollen vom Oktober 2023 hatten China vom Zugang zu NVIDIAs fortschrittlichstem Bestand praktisch ausgeschlossen. Diese Region hatte zuvor fast ein Viertel des Umsatzes des Chipherstellers erzielt.
Allerdings gab es bisher keine physischen Lieferungen, da die Regierung in Peking die Geschäfte auf ihrer Seite noch prüft. Die Geschwindigkeit der chinesischen Genehmigungen wird bestimmen, wie rasch sich die Umkehr der Regelung auf den ausgewiesenen Umsatz auswirkt.
NVIDIA-Aktie treibt Börsenwert auf über 5,5 Billionen USD
Der Marktwert von NVIDIA stieg auf 5,52 Billionen USD und übertraf Silber als zweitwertvollstes Asset der Welt. Das Unternehmen liegt damit nun über dem Bruttoinlandsprodukt aller Staaten außer den Vereinigten Staaten und China. Alphabet liegt weniger als 4 % unter der Fünf-Billionen-Grenze.
Unterdessen stiegen die Aktienkurse deutlich nach der Entscheidung des Handelsministeriums. Trader sehen die Nachfrage aus China als fehlendes Element für NVIDIAs Ausbau im Bereich Rechenzentren. Der Markt in China hatte vor den Exportregeln jährliche Umsätze von rund acht Milliarden USD erzielt, ehe dieser Umsatz fast auf null fiel.
Ob Peking die ersten H200-Lieferungen genehmigt, wird bestimmen, wie zügig sich Washingtons Kurswechsel in NVIDIAs Rechenzentrumsverkäufe umsetzt. Nun stellt sich die Frage, ob die Nachfrage nach KI-Hardware weiterhin den Abstand zwischen Technologie-Bewertungen und physischen Rohstoffen vergrößern kann.