Eric Trump hat die Behauptung von Senatorin Elizabeth Warren zurückgewiesen, dass sein Vater einzelne Nvidia (NVDA) Aktiengeschäfte lenkt. Warren brachte kürzliche Käufe mit gelockerten US-Exportbestimmungen für KI-Chips nach China in Verbindung.
Berichte meldeten einen Kauf am 6. Januar im Wert von bis zu 1 Million USD auf Trump-bezogenen Konten. Das Handelsministerium änderte eine Woche später die Vorschriften für den Export von KI-Chips.
Trump-Familie widerspricht Vorwurf des Interessenkonflikts
Eric Trump betonte, dass sich alle Vermögenswerte der Familie in einem Blind Trust befinden, der von großen Finanzinstituten verwaltet wird. Diese Struktur bevorzugt breite Marktindizes statt einzelner Aktien.
„Alle unsere Vermögenswerte werden durch die größten Finanzinstitute in einen Blind Trust in breite Marktindizes investiert. Zu behaupten, dass einzelne Aktien nach Ermessen eines Mitglieds der Trump-Familie gekauft oder verkauft werden, wäre eine Lüge und schlichtweg falsch”, erklärte Eric Trump, Executive Vice President der Trump Organization.
Die Trump Organization hat erklärt, dass die Familie Vermögenswerte in vollständig diskretionären Konten hält. Donald Trump Jr. und Eric Trump führen den Trust gemeinsam mit Drittparteien, sie erhalten keine Vorabinformationen zu den Transaktionen.
Warren knüpft Nvidia-Anteil an Chinareise
Warren verwies auf einen Nvidia-Kauf am 6. Januar 2026 über bis zu 1 Million USD auf Trump-bezogenen Konten. Das Handelsministerium änderte danach am 13. Januar die Vorschriften für Chips wie Nvidias H200.
Sie nannte den Zeitpunkt ein Risiko für die nationale Sicherheit.
„Trump brachte den NVIDIA-CEO auf seine Reise nach China, um Xi Jinping zu überzeugen, fortschrittliche KI-Chips zu kaufen, obwohl dadurch eine Gefahr für die nationale Sicherheit der USA entsteht. Es stellt sich heraus, dass Trump auch Millionen in NVIDIA-Aktien investiert hat. Die Korruption des Präsidenten ist eine Katastrophe für die nationale Sicherheit“, schrieb sie in einem Beitrag.
Tatsächlich nahm US-Präsident Donald Trump den Nvidia-Chef Jensen Huang auf seiner Reise vom 12. bis 15. Mai nach Peking mit. Die Gespräche umfassten Handel und KI-Themen mit Präsident Xi Jinping.
Huang hat bestätigt, dass Trump ihn gebeten hat, an der Delegation teilzunehmen. Zur Gruppe gehörten auch weitere US-Wirtschaftsführer, die Technologie- und Luftfahrtdeals anstrebten.
Regeln zur Offenlegung prüfen Blind Trust Standards
Der Streit wurde durch Trumps OGE-Formular 278-T für das 1. Quartal 2026 bekannt. Das Dokument verzeichnete 3.642 Aktientransaktionen in den ersten drei Monaten des Jahres. In entsprechenden Berichten wird die Breite der Bestände erläutert.
Kritiker meinen, dass Anzahl und Zeitpunkt einzelner Geschäfte nicht dem klassischen Blind Trust Modell entsprechen. Präsidenten von Jimmy Carter bis Joe Biden nutzten dieses Modell, um Interessenkonflikte zu vermeiden.
Der STOCK Act von 2012 verlangt eine Offenlegung von Geschäften, untersagt sie aber nicht. Bundesbehörden haben bislang keine Ermittlungen angekündigt.
Finanzminister Scott Bessent hat sich für ein Verbot des Einzelaktienhandels für Abgeordnete ausgesprochen. Der Vorschlag steht in dieser Woche erneut im Mittelpunkt.
Ob Ethikkommissionen eine formale Überprüfung einleiten, könnte beeinflussen, wie künftige Regierungen ihr präsidentielles Portfolio strukturieren.