Der Iran hat Hormuz Safe gestartet, eine staatlich unterstützte Plattform für maritime Versicherungen, die mit Bitcoin bezahlt wird. Sie richtet sich an Frachttransporte durch die Straße von Hormuz.
Diese neue Möglichkeit erlaubt es sanktionierten Reedern, ihre Prämien mit Kryptowährungen zu bezahlen. Dadurch sind digitale Versicherungen sofort verfügbar, was laut Experten Einnahmen in Milliardenhöhe ermöglichen und die Rolle von Krypto im globalen Energiemarkt stärken könnte.
Iran: Bitcoin-Versicherung setzt stark auf Hormuz-Risiko
Das iranische Ministerium für Wirtschaftsangelegenheiten und Finanzen hat die Plattform zwischen dem 16. und 18.5.2026 eingeführt. Die Versicherung aktiviert sich sofort nach Bestätigung des Bitcoin-Zahlungseingangs und stellt den Eigentümern eine digital signierte Quittung aus.
„Hormuz Safe bietet iranischen Reedereien und Frachtbesitzern eine schnelle, überprüfbare digitale Versicherung — die per Bitcoin bezahlt und mit der Geschwindigkeit der Blockchain abgewickelt wird“, heißt es auf der offiziellen Website.
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10 Milliarden USD Umsatzziel trotz Sanktionen
Vertreter des Iran schätzen, dass jährlich mehr als 10 Milliarden USD eingenommen werden könnten, sofern ein wesentlicher Teil der Versicherungen für den Verkehr durch diese wichtige Ölroute über Hormuz Safe läuft. Rund 20% des globalen Seehandels mit Rohöl passiert diese Wasserstraße.
Die Plattform richtet sich zunächst an iranische Unternehmen, plant aber, auch für Unternehmen am Persischen Golf attraktiv zu sein, die wegen Sanktionen keine westlichen Versicherer nutzen können.
Krypto als Ausweg bei Sanktionen
Mit Versicherungszahlungen in Bitcoin und anderen Kryptowährungen umgeht Hormuz Safe klassische Bankwege sowie SWIFT. Das passt zu Irans Strategie, seine Wasserwege zu monetarisieren und dabei weniger von der US-Währung abhängig zu sein.
Die Straße von Hormuz gilt weiterhin als Hochrisikozone, wodurch die Versicherungskosten stark gestiegen sind. Hormuz Safe bietet nun eine Krypto-Lösung, die nativ auf der Blockchain funktioniert.
Die offizielle Seite hormuzsafe.ir ist noch im Aufbau, soll aber bald weitere Details liefern.
Globale Schifffahrtsunternehmen und Aufsichtsbehörden beobachten genau, ob die Plattform angenommen wird, welche Compliance-Risiken bestehen und wie die USA möglicherweise mit zusätzlichen Sanktionen reagieren.
Ein Erfolg könnte die Integration von Kryptowährungen im maritimen Handel beschleunigen und ein Beispiel für andere sanktionierte Länder setzen.
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