Goldman Sachs hat im ersten Quartal 2026 seine Positionen in XRP- und Solana (SOL)-Spot-ETFs vollständig abgebaut und damit den kurzen Altcoin-Schwerpunkt beendet, der erst wenige Monate zuvor begonnen hatte.
Die aktuelle 13F-Meldung der Bank bei der Securities and Exchange Commission (SEC) zeigt zudem, dass das Engagement bei Ethereum (ETH)-ETFs um etwa 70% reduziert wurde, während die Beteiligungen an Bitcoin (BTC)-ETFs für den Zeitraum bis 31. März etwa bei 700 Millionen USD blieben.
Goldman Sachs: Strategischer Rückzug aus Altcoins
Die Offenlegung ist ein deutlicher Kurswechsel gegenüber Ende 2025, als Goldman erstmals als einer der größten institutionellen Halter von Spot-ETFs für XRP und Solana auftrat.
Frühere Meldungen zeigten fast 154 Millionen USD, die auf Bitwise, Franklin Templeton, Grayscale und 21Shares XRP-Fonds verteilt waren, sowie eine kleinere Solana-Position, die sich auf den Bitwise-Staking-ETF und Grayscales Solana Trust konzentrierte.
Beide Positionen sind jetzt bei null. Die restlichen iShares Ethereum Trust (ETHA)-Bestände liegen bei etwa 114 Millionen USD und damit deutlich unter dem Wert des Vorquartals.
Die Bank hielt rund 690 Millionen USD im BlackRock iShares Bitcoin Trust (IBIT) und etwa 25 Millionen USD im Fidelity Wise Origin Bitcoin Fund (FBTC), beide wurden jedoch um knapp 10% reduziert.
Darüber hinaus hat das Unternehmen das Engagement bei Krypto-nahen Aktien wie Circle, Galaxy Digital und Coinbase erhöht. Gleichzeitig wurden Positionen im Mining- und Treasury-Bereich wie MicroStrategy, IREN, Bit Digital und Riot Platforms reduziert.
Die Veränderung deutet darauf hin, dass Goldman direkte Token-Investitionen durch Anlagen in Infrastruktur ersetzt, die mit Stablecoin-Emissionen, Prime-Brokerage- und Börsenumsätzen verknüpft sind.
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Ein breiterer institutioneller Trend
Goldman ist nicht der einzige große Kapitalgeber, der sich aus Krypto-Fonds zurückzieht.
Das Stiftungsvermögen der Harvard University reduzierte seine IBIT-Position um etwa 43% auf ungefähr 117 Millionen USD. Zudem wurde eine Ethereum-ETF-Position im Wert von 86,8 Millionen USD, die erst im Vorquartal aufgebaut wurde, vollständig geschlossen.
Das Handelsunternehmen Jane Street kürzte seine IBIT-Bestände um etwa 71% und FBTC um rund 60% und wechselte anschließend in Ether-ETFs.
Emory University verkaufte ihre kleine IBIT-Position komplett und stieg stattdessen in den Grayscale Bitcoin Mini Trust ein.
Allerdings haben sich nicht alle institutionellen Investoren zurückgezogen. Das Unternehmen Mubadala aus Abu Dhabi erhöhte seine IBIT-Anteile um rund 16% auf etwa 566 Millionen USD, während das Stiftungsvermögen der Dartmouth University eine kleine Position im Bitwise Solana Staking ETF aufbaute.
Die Brown University hielt ihre IBIT-Position unverändert.
Quartalsweise 13F-Meldungen zeigen einen Stichtagsstand und beinhalten oft Bestände, die für das Market-Making oder im Auftrag von Kunden gehalten werden und nicht unbedingt eine konkrete Anlageentscheidung widerspiegeln.
Trotzdem zeigt die große Zahl der Abflüsse aus Altcoin-ETFs Parallelen zu den .
Die Q2-Offenlegungen, die im August erscheinen, werden zeigen, ob diese Umschichtung weiterging oder ob institutionelle Nachfrage nach Altcoin-Fonds zurückkehrt.