Arthur Hayes, ehemaliger BitMEX-CEO und Maelstrom-CIO, sagt, dass das globale KI-Wettrüsten einen historischen Anstieg von Fiat-Krediten ausgelöst hat. Er argumentiert, dass Bitcoin der Hauptprofiteur ist.
In seinem aktuellen Newsletter erklärt Hayes, dass Staaten KI-Ausgaben als Überlebenskampf betrachten. Notenbanken und Geschäftsbanken, so Hayes, finanzieren den Ausbau nun auf unbestimmte Zeit.
Arthur Hayes: Kredit ersetzt Cashflow
Bisher wurden die meisten US-KI-Investitionen aus dem operativen Cashflow der größten Softwareunternehmen finanziert. Hayes argumentiert, dass diese Quelle erschöpft ist und nun Bankkredite den nächsten Ausbau finanzieren müssen.
„Das Ausmaß der aktuellen und zukünftigen Investitionen (CAPEX) erfordert nun einen Ausbau der Finanzierung über den Kreditkanal”, heißt es im Newsletter.
In China hat Präsident Xi Jinping die Kreditvergabe weg vom Immobiliensektor und hin zur Technologie gesteuert. Die US-Notenbank und die People’s Bank of China haben zudem die Finanzierungsbedingungen erleichtert, um den Ausbau zu unterstützen.
Hayes verweist auf das Jevons-Paradoxon, um zu erklären, warum die Nachfrage nach Rechenleistung weiter steigt, obwohl die Modelle effizienter werden.
Forschende von Simple Mining bestätigten Hayes’ Einschätzung und bezeichnen KI-Investitionen als sicherheitspolitisches Thema, das die Nachfrage nach Bitcoin antreibt.
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Pentagon-Deals stärken das Narrativ
David Sacks, KI- und Krypto-Beauftragter des Weißen Hauses, betont eine ähnliche Botschaft und schätzt, dass KI-Investitionen in diesem Jahr einen Auftrieb von 2% für das US-BIP bringen werden.
Sacks verwies auf eine Analyse von Morgan Stanley, laut der der Beitrag im nächsten Jahr sogar über 3% steigen könnte.
„Den Fortschritt bei KI zu stoppen, wäre gleichbedeutend mit dem Anhalten der US-Wirtschaft”, so Sacks.
Das sicherheitspolitische Argument erhielt am 1. Mai zusätzliches Gewicht. Das Verteidigungsministerium schloss Verträge zur KI-Implementierung mit acht großen Auftragnehmern. Dazu gehören Google, Microsoft, Amazon Web Services, Nvidia, OpenAI, Reflection AI, SpaceX und Oracle.
Bitcoin-Befürworter Simon Dixon bezeichnete die Vorgänge als künstlich erzeugte Krise, mit der Notfall-Geldschöpfung gerechtfertigt werden soll.
„Die US-Staatsverschuldung finanziert den KI-Bailout, und die Energieunternehmen werden davon profitieren. Eine Krise ist nötig, um Fed-Anleihekäufe zu rechtfertigen. Ein Narrativ ist nötig, um das Kapital im Notfall zu lenken. Daher das Sicherheitsargument und das KI-Wettrüsten mit China”, erläuterte er.
Blasenrisiken und der Bitcoin-Handel
Hayes hält die Ausweitung nicht für nachhaltig. Er warnt, dass ein übergroßes KI-Börsendebüt oder eine Übernahme den Boom beenden könnte. Anti-KI-Stimmung eines demokratischen Herausforderers zur Wahl 2028 könnte bereits vorher Investoren unter Druck setzen.
Steigende Strom- und Rohstoffpreise könnten außerdem vor den US-Zwischenwahlen im November eine populistische Gegenbewegung auslösen.
Bis zu diesen Korrekturen erwartet Hayes, dass das Fiat-Angebot weiter wachsen wird. Er sagt, Bitcoin habe sich Anfang dieses Jahres bei rund 60.000 USD stabilisiert. Jetzt hält er eine Rückkehr von Bitcoin auf 126.000 USD für nahezu sicher.
Er erwartet eine Beschleunigung, sobald der Kurs 90.000 USD übersteigt und Shortseller zum Schließen ihrer Positionen gezwungen werden.
Investoren beobachten aktuell die KI-Infrastruktur-Ausgaben, die Politik der Zentralbanken, Strommärkte und anstehende Technologie-Börsengänge, um Anzeichen für eine Trendwende frühzeitig zu erkennen.
Solange keines dieser Signale auftritt, argumentiert Hayes, dass der Weg des geringsten Widerstands für Bitcoin nach oben zeigt.
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