Die aktuelle Rallye von Bitcoin hat Benjamin Cowen nicht überzeugt, dass der Bärenmarkt vorbei ist. Der Gründer von Into the Cryptoverse warnt, dass der aktuelle Anstieg wahrscheinlich in wenigen Wochen sein Hoch findet, bevor Bitcoin wieder fällt. Ein mögliches Tief erwartet er im Oktober.
Seine These basiert auf einem Muster, das sich 2014, 2018 und 2019 wiederholt hat. Damals stieg Bitcoin während eines Bärenmarkts über wichtige gleitende Durchschnitte, bevor der Abwärtstrend weiterging. Zwischen den Zyklen-Tiefs lagen historisch 140 bis 174 Tage.
Bitcoin: Bärenmarkt immer noch intakt
In einem aktuellen Video sagte Cowen, er behält trotz der anhaltenden Stärke von Bitcoin seine „Bärenbrille” auf. Seiner Meinung nach ähnelt der aktuelle Verlauf weiterhin früheren Zyklen.
„Ich denke, dies wird wahrscheinlich eine Rallye ergeben, die in den nächsten Wochen ein Hoch erreicht und dann kehren wir auf diese Niveaus zurück.”
Das bullische Gegenargument
Cowen räumt ein, dass es einige Gründe gibt, warum die Bären-Prognose falsch sein könnte. Die Rendite von Bitcoin seit Jahresbeginn liegt aktuell deutlich über dem Durchschnitt eines mittleren Jahres im Zyklus. Der Token steht etwa 10% unter dem Jahresbeginn, während es normalerweise einen Rückgang um 30 bis 35% zu diesem Zeitpunkt gibt.
Bitcoin hat zudem das bullische Unterstützungsband zurückerobert. Cowen weist außerdem auf eine weitere strukturelle Veränderung hin.
„Bitcoin erreichte sein Hoch bei Gleichgültigkeit, nicht bei Euphorie.”
Retail-Interesse kam nicht zurück, und Altcoins verloren während der Rallye weiter an Wert gegenüber Bitcoin. Dieser Gleichgültigkeits-Peak könnte diesmal auf einen anderen Bärenmarkt hindeuten.
Warum das Muster weiterhin nach unten zeigt
Frühere Zyklen bleiben das stärkste Argument für eine vorsichtige Haltung. 2014, 2018 und 2019 stieg Bitcoin über das bullische Unterstützungsband, bevor es wieder abwärtsging — die 200-Tage-Linie diente als Widerstand.
„Falls ich recht habe, wird es im Nachhinein sehr offensichtlich sein… Falls ich falsch liege, sind Sie bei einer echten Trendumkehr ohnehin schon weit vom Tief entfernt.”
Ein weiteres Signal, das Cowen beobachtet, ist die Zeit zwischen den Zyklus-Tiefs. In jüngeren Zyklen lagen etwa 140 bis 174 Tage dazwischen, bevor ein neues Tief erreicht wurde.
„Wir sind derzeit bei Tag 88. Wer weiß schon, was in 3 Monaten passiert.”
Cowen rechnet damit, dass die aktuelle Rallye in wenigen Wochen ihren Höhepunkt erreicht, bevor sie wieder in Richtung bullisches Unterstützungsband fällt. Ein mögliches Tief sieht er im Oktober. Für Investoren, die im vierten Quartal des Vorjahres nahe dem Hoch ausgestiegen sind, ist seine Botschaft klar.
„Jeder, der im vierten Quartal Gewinne bei Bitcoin mitgenommen hat, als alle anderen 300.000 erwartet haben, steht weiterhin gut da.”