Der ehemalige Ripple-CTO David Schwartz hat bekanntgegeben, dass XRP ihm mehr persönliches Vermögen eingebracht hat als jede andere Kryptowährung, auch wenn er seinen Bestand an digitalen Vermögenswerten über die Jahre deutlich reduziert hat.
Schwartz war an der Entwicklung der XRP-Blockchain beteiligt, bevor er Anfang dieses Jahres als Chief Technology Officer in den Ruhestand ging. Auf X teilte er diese Information, nachdem ein Fan gefragt hatte, welcher Token ihm den höchsten Gewinn verschafft habe.
XRP brachte für Schwartz höhere Gewinne als Bitcoin und Ethereum
Auf X erzählte Schwartz, dass er einmal 26 Millionen XRP gehalten hat. Zudem besaß er etwa 1.000 Bitcoin (BTC) und 40.000 Ethereum (ETH). Im Laufe der Zeit hat er jede dieser Positionen deutlich reduziert.
Die frühe Zuteilung von XRP als Ripple-Mitgründer brachte ihm trotzdem höhere Gesamterträge ein als seine Investitionen in Bitcoin oder Ethereum. XRP erreichte im Juli 2025 ein Allzeithoch von 3,65 USD. Der Token liegt aktuell bei etwa 1,46 USD und steht beim Marktwert an vierter Stelle.
Der langanhaltende Kursanstieg verschaffte Schwartz einen Millionen-Dollar-Gewinn. Die Größe seiner Gründerbeteiligung blieb trotz jahrelanger, schrittweiser Verkäufe erhalten.
Schwartz verkaufte Ethereum bei 1,05 USD und Bitcoin zu früh
Schwartz gab zu, dass er seine Ethereum-Bestände bei ungefähr 1,05 USD pro Token verkauft hat. Diese Entscheidung bereut er nach eigenen Angaben bis heute.
Ethereum erreichte danach Kurse deutlich über diesem Niveau, teilweise im vierstelligen Dollarbereich. Mit Bitcoin lief es ähnlich: Er reduzierte seine BTC-Bestände von rund 1.000 Coins auf weniger als einen und verkaufte somit den Großteil, lange bevor Bitcoin sechsstellige Preise erreichte.
Dieses Muster spiegelt auch sonst sein Vorgehen bei Investitionen wider. Schwartz bezeichnet sich selbst als risikoscheu und gibt an, lieber Gewinne mitzunehmen, anstatt auf deutlich größere Kurssteigerungen zu warten.
Ein selbstkritisches Paradox beim Risiko
Schwartz spricht offen über ein Paradox in seiner Denkweise. Jede seiner großen Investitionen in Krypto lief besser als von ihm erwartet.
Dennoch fällt es ihm schwer, emotional mehr Risiko zu akzeptieren. Gefragt, was er seinem jüngeren Ich raten würde, gab Schwartz an, er würde mehr Risiko in Kryptowährungen empfehlen. Er ist sich aber sicher, dass sein jüngeres Ich den Ratschlag trotzdem nicht angenommen hätte.
Sein aktuelles Portfolio zeigt weiterhin diese Vorsicht. Schwartz erklärte, dass seine verbliebenen Positionen fast vollständig aus XRP und Ripple-Unternehmensanteilen bestehen. Das Unternehmen wird privat mit rund 40 Milliarden USD bewertet.
Seine Ehrlichkeit erlaubt einen seltenen Einblick in die Denkweise eines der frühesten Entwickler dieses Vermögenswerts. Ob langfristige Halter genauso sorgfältig vorgehen wie Schwartz, während XRP auf eine mögliche nächste Kurssteigerung wartet, bleibt offen.