US-Präsident Donald Trump hat die Debatte um eine Überprüfung von Fort Knox bei einem Interview am 10. Mai mit der Investigativjournalistin Sharyl Attkisson wieder entfacht. Er sagte, dass er weiterhin überprüfen möchte, ob die Goldreserven der USA in dem Tresor lagern.
Seine Aussagen brachten eine Frage nach mehr Transparenz zurück, die Trump und Elon Musk bereits im Februar 2025 angesprochen hatten.
Warum die Frage nach einer Fort-Knox-Prüfung zurückkehrt
Als Attkisson fragte, was aus einer Überprüfung geworden ist, sagte Trump, er möchte „an die Tür von Fort Knox klopfen”. Er ergänzte, sein Ziel sei es, zu prüfen, ob die Reserven noch vollständig vorliegen.
„Ich möchte irgendwann nach Fort Knox gehen. Ich will sehen, ob das Gold da ist, und ich bin mir sicher, es ist es”, sagte Trump laut seiner Aussage.
Das United States Bullion Depository in Kentucky bewahrt etwa 147 Millionen Unzen Gold auf. Angaben der Treasury zeigen, dass dieser Bestand etwa 59% aller offiziellen US-Reserven entspricht.
Bei aktuellen Goldpreisen (XAU) sind die Barren mehrere Hundert Milliarden USD wert.
Finanzminister Scott Bessent sagte im Februar 2025, dass jährliche interne Kontrollen bestätigen, dass alle Goldbarren vorhanden sind.
Allerdings fand die letzte öffentliche Prüfung mit externen Beobachtern im Jahr 1974 statt, was über Jahrzehnte Raum für Spekulationen ließ.
Was als Nächstes passiert
Trump kündigte keine neue Überprüfung, eine offizielle Prüfung oder einen Besuchstermin an. Das Department of Government Efficiency (DOGE), das die Idee ursprünglich öffentlich machte, hat sich bislang nicht weiter geäußert.
Ein entsprechender Gesetzentwurf von Abgeordnetem Thomas Massie steckt zudem weiterhin im Ausschuss fest.
„Ich habe gerade HR 3795, den Gold Reserve Transparency Act von 2025, eingebracht, um die US-Goldreserven zu prüfen. Im Februar sagte Präsident Trump, er wolle nach Fort Knox fahren, um ,sicherzustellen, dass das Gold da ist‘. Dieses Gesetz sorgt für die vollständige Offenlegung, die Präsident Trump anstrebt”, so Massie laut seiner Aussage.
Das erneute öffentliche Interesse des Präsidenten könnte Gold- und sichere Märkte beeinflussen, bisher gab es nach dem Interview aber keine messbare Kursreaktion.
Sollte aus Trumps Worten eine tatsächliche Überprüfung werden, könnte das die nächste Phase in einem der langlebigsten Geldrätsel der USA einleiten.